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Würmer bei Katzen: Erkennen und behandeln

Aktualisiert: 24. Mai

Neben dem richtigen Katzenfutter, der Erstausstattung für Katzen und wie Halter mit diesen Haustieren umgehen sollten, ist auch die Gesundheit der Tiere ein wichtiges Thema. Fragen bezüglich Würmern sowie einem entsprechenden Befall kommen hierbei immer wieder auf. Während Freigänger besonders anfällig sind, bleiben jedoch auch Wohnungskatzen nicht vor einem Wurmbefall verschont. Aus diesem Grund möchten wir dir mit diesem Beitrag über alles berichten, was du hierzu wissen musst.


So werden Würmer auf Katzen übertragen


Eine Infektion mit Würmern kann über verschiedene Wege stattfinden. Mäuse und Vögel, die verzehrt werden, können die Katze mit Würmern anstecken. Das ist vor allem bei Freigängern der Fall, die ihren Jagdtrieb ausleben.


Doch auch bei reinen Wohnungskatzen bleibt ein Wurmbefall nicht immer aus. Zum einen kann Kot mit infektiösen Eiern am Schuh des Menschen kleben bleiben und so in die Wohnung getragen werden. Zum anderen werden manche Hauskatzen im Rahmen des BARFen mit rohem Fleisch gefüttert, das möglicherweise Würmer enthalten kann.


Junge Katzen infizieren sich bei der Geburt, wenn die Mutterkatze bereits Würmer hat. Ähnlich wie Flöhe übertragen werden können, kann auch der Wurm von einem Tier zum nächsten übergehen. Ist eine andere Katze oder ein im selben Haus lebender Hund von Würmern befallen, so werden die Eier sowie lebende Würmer ausgeschieden und beim Kontakt mit dem Kot auf das nächste Tier übertragen.



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Die verschiedenen Wurmarten bei Katzen


Leider gibt es einige Wurmarten, mit denen sich Katzen anstecken können. Das macht eine Wurmkur in manchen Fällen etwas kompliziert, doch dazu können wir noch. Zunächst möchten wir dir kurz auf eine jeder dieser Art eingehen.

  • Hakenwürmer

  • Spulwürmer

  • Bandwürmer

  • Lungenwürmer

  • Blasenwürmer

  • Herzwürmer

Hakenwürmer bei Katzen


Der Hakenwurm ist in Deutschland nicht ganz so häufig verbreitet wie der Spulwurm. Je nach Region liegt der Befall mit Hakenwürmern bei 3 bis 10 Prozent. Er erreicht eine Länge von bis zu 1,5 Zentimeter und hat nicht ohne Grund diesen Namen. Mit den Haken kann sich dieser Wurm durch die Haut des Tieres beißen und so in dessen Körper dringen. Eine Übertragung auf den Menschen ist ebenfalls möglich, wenn auch außerhalb der Tropen selten der Fall.


Kaum ist der Hakenwurm über die Haut ins Blut gekommen, macht er sich auf den Weg in die Lunge. In den Bronchien angelangt, wird er ausgehustet und wieder verschluckt. So kommen Hakenwürmer in den Magen, wo sich die Larven vom Blut des Wirtes ernähren und heranreifen.


Spulwürmer bei der Katze


Oft stecken sich Katzen hierzulande mit dem Spulwurm an. Der Wert liegt je nach Region bei 4 bis 35 Prozent und ist bei jungen Katzen noch höher. Die Variante Toxocara Cati ist in Deutschland am meisten verbreitet. Zwischen 20 und 40 Zentimeter kann der Spulwurm, je nach Wirt, erreichen. Auch er kann auf den Menschen übertragen werden.


Die erwachsenen Parasiten legen im Darm des Wirtes Eier, die zu Larven heranwachsen und sich in die Darmwand bohren. Von dort aus gelangen sie in die Leber, dann ins Herzen und in die Lunge. Im Kehlkopf angelangt werden die Spulwürmer ausgehustet und verschluckt, wodurch sie erneut in die Magen Darm Gegend gelangen. Die erwachsenen Spulwürmer legen dort wieder Wurmeier, die über den Kot ausgeschieden werden.

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Bandwürmer bei Katzen


Katzen werden zumeist vom Dipylidium caninum, auch Gurkenkernbandwurm genannt, geplagt. Dieser Bandwurm wird über das Verschlucken infizierter Flöhe aufgenommen. Doch auch eine Ansteckung mit dem Echinococcus multilocularis, besser bekannt als Fuchsbandwurm, ist über den Verzehr infizierter Mäuse oder Vögel möglich. Letztere kann für Menschen ebenfalls gefährlich werden. Zudem gibt es auch den Katzenbandwurm (Taenia taeniaeformis), der bis zu 60 Zentimeter lang werden kann.


Die Larven dieser Parasiten bilden zumeist Zysten, die in den Darm des Wirtes gelangen. Dort wachsen sie zu adulten Würmern heran, die sich an die Darmwand klammern. Ein eigenes Verdauungssystem haben Bandwürmer nicht, weshalb sie sämtliche im Magen des Wirtes freigesetzten Nährstoffe direkt über ihre Haut aufnehmen.


Lungenwürmer bei der Katze


In Deutschland sind zirka 5,6 Prozent aller Katzen von Lungenwürmern befallen. Hierbei handelt es sich um die Art Aelurostrongylus abstrusus. Wie der Name dieser Würmer bereits vermuten lässt, leben sie zunächst in der Lunge der Katze. Die erwachsenen Parasiten erreichen eine Länge von 7 bis 7 Millimeter und legen ihre Eier in den Lungenbläschen ab.


Kaum sind die Larven geschlüpft, gelangen sie durch Verschlugen in den Magen-Darm-Trakt, wo sie ausgeschieden werden. Sobald eine Schnecke über die Larve des Lungenwurms kriecht, gräbt sich diese in sie hinein. Mit diesen Würmern anzustecken ist für Katzen möglich, wenn sich ihre Beutetiere über den Verzehr einer Schnecke infiziert haben.


Blasenwürmer bei Katzen


Im Vergleich zu Spulwürmer, Hakenwürmer und Bandwürmer ist der Blasenwurm bei Katzen in Deutschland eher selten und zwar zwischen 1 und 5 Prozent. Er wird auch nicht über den Kot des Wirtes verbreitet, sondern über dessen Urin ausgeschieden. Wie der Name bereits zu erkennen gibt, sind Blasenwürmer (Capillaria) nämlich in der Harnblase zu finden.


Diese Parasiten erreichen eine Länge von bis zu 60 Millimeter. Die Eier der Blasenwürmer gelangen über den Urin in die Welt, wo sich die Larven Regenwürmer als Zwischenwirte suchen. Für einen Befall beim Menschen kann diese Wurmart nicht sorgen.


Herzwürmer bei der Katze


Im Gegensatz zu den vorherigen Wurmarten gelangt der Herzwurm nicht durchs Fressen in den Körper des Wirtes. Hier übertragen Stechmücken (vermutlich die Tigermücke) den Parasiten, was vor allem im Mittelmeerraum zu Infizierungen führt. Doch auch in Deutschland sind Fälle einer Ansteckung mit der Herzwurmkrankheit bei Katzen und Hunden bekannt.


Auch bei diesem Parasiten ist er Name Programm, denn die Larven gelangen über den Blutkreislauf zunächst in die Lungenarterie des Wirtes. Wenn es zu einem starken Befall kommt, können sogar Teile des Herzen befallen werden. Vor allem Hunde werden mit Herzwürmern infizieren, doch auch Katzen, andere Tiere und Menschen können sich nicht in Sicherheit wägen.


Wurmbefall bei Katzen: Das sind die Symptome


Es gibt verschiedene Wurmarten, daher fallen die Symptome eines Wurmbefalls nicht immer gleich aus. Dazu kommt das Problem, dass bei ausgewachsenen Katzen meist gar keine Symptome zu erkennen sind. Erst, wenn durch einen starken Befall das Immunsystem beeinträchtigt wird, sind diese zu erkennen.

  • Aufgeblähter Bauch (meist bei jungen Katzen)

  • Häufiges Lecken am Anus

  • Vermehrter Stuhlgang

  • Stumpfes Fell

  • Durchfall

  • Erbrechen

  • Müdigkeit

  • Schlechte Wundheilung

  • Gewichtsverlust

  • Anfälligkeit für Krankheiten

Sind Würmer, Larven und / oder Eier im Kot zu erkennen, so handelt es sich bereits um einen starken Befall. Bei Freigängern, die ihr Geschäft am liebsten draußen in Nachbars Garten verrichten, ist eine solche Beobachtung ebenfalls schwer. Spulwürmer können sich jedoch über kleine reiskornähnliche Gebilde am Anus und das darum liegende Fell erkenntlich machen. Selbst das ist aber erst Wochen nach dem Wurmbefall festzustellen.


Du möchtest deinem Liebling natürlich so schnell wie möglich helfen. Würmer bei Katzen sind weder angenehm, noch wäre eine weitere Verbreitung der Parasiten von Vorteil. Um gar nicht erst solange zu warten, bis Symptome eines Wurmbefalls zu erkennen sind und das Risiko möglicher Erkrankungen einzugehen, kannst du regelmäßig Wurmtests durchführen.


Behandlung mit einer Wurmkur: Worauf du achten solltest


Wie bereits erwähnt, kann deine Katze mit verschiedenen Arten von Würmern befallen werden. Nicht jedes Präparat deckt all diese ab, weshalb so etwas wie ein Rundumschutz kaum möglich ist. Zudem solltest du Wurmkuren nicht eigenständig in die Wege leiten. Wird die Katze nicht richtig entwurmt, kann sie durch die Kur unnötig belastet werden.


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Wenn du feststellst, dass deine Katze Würmer hat, dann ist ein Besuch beim Tierarzt die beste Möglichkeit. Dieser kann eine geeignete Entwurmung in Form eines Spot ons, Tabletten oder Pasten verschreiben. Zudem erhältst du so eine genaue Anweisung, was du tun musst und wie oft. Nur so kannst du sicherstellen, dass deine Katze vollständig geheilt wird.

  • Spot on

  • Tablette

  • Paste

Das Spot on als Wurmkur


Hierbei handelt es sich um eine Art Pipette, deren Inhalt auf die Haut der Katze aufgetragen wird. Am besten eignet sich hierfür eine Stelle im Genick, welche deine Katze nicht durch Schlecken oder Kratzen erreichen kann. Wird diese Wurmkur versehentlich verschluckt, kann es einen vermehrten Speichelfluss, Schäumen am Maul, Durchfall und Erbrechen auslösen. Treten Symptome einer allergischen Reaktion auf, dann solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen.


Die Tablette für die Entwurmung


Katzen sind Feinschmecker und selten froh darüber, wenn ihnen etwas so Widerwärtiges wie eine Tablette ins Futter untergemischt wird. Viele Halter haben somit Probleme, eine Tablette zu verabreichen. Du kannst folgende Tricks versuchen:

  • Tablette zerkleinern und zum Beispiel unter stark riechende Malz-Pasten mischen

  • In Wasser auflösen und per Pipette ins Maul eintröpfeln

  • In Wasser auflösen und es mit dem Lieblings-Nassfutter deiner Katze vermengen

  • Tablette halbieren oder vierteln und in den von deiner Katze bevorzugten Leckerlis verstecken

  • Wenn alle Stricke reißen: Tierarztgriff und entweder die ganze, geteilte oder die in Wasser aufgelöste Tablette zwangsweise einführen (das muss geübt sein!)


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Die Entwurmungspaste


Um mit einer Paste zu entwurmen, muss diese genau wie die Tablette von der Katze verspeist werden. Je nachdem wie wählerisch deine Samtpfote in Bezug auf ihr Katzenfutter ist, kann das ebenfalls nicht ganz einfach ausfallen. Manche Hersteller versprechen zwar einen neutralen Geschmack und Geruch, doch nur, weil wir Menschen es nicht wahrnehmen, müssen die wesentlich besseren Sinne deiner Katze das nicht ebenfalls tun. Treten bei der Verabreichung Probleme auf, kannst du dieselben Tricks wie bei der Tablette ausprobieren.


Weitere Informationen zur Entwurmung


Werden nicht alle Würmer abgetötet, vermehren sich diese einfach weiter und deine Katze wird sie nicht los. Das kann dazu führen, dass ihr Immunsystem nicht nur durch den Wurmbefall, sondern auch durch die verwendeten Wurmkuren immer weiter geschwächt wird. Zudem können sowohl Endo- als auch Ektoparasiten nach einer Weile gegen Wirkstoffe immun werden.


Solltest du dir generell Sorgen über einen möglichen Wurmbefall machen, musst du nicht unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Du kannst auch von Zuhause aus bei deiner Katze einen Wurmtest durchführen. Fällt dieser positiv aus, weißt du ganz genau, welche Würmer ihr Unwesen treiben und du kannst mit diesem Wissen einen Tierarzt aufsuchen. Vorsorge ist vor allem bei sehr jungen und älteren Katzen immer gut.


Regelmäßig entwurmen: Ist das sinnvoll?


Es gibt viele Halter, die regelmäßig einen Wurmbefall ihrer Katze vorbeugen möchten. Das Problem hierbei ist, dass es sich bei Würmern um Endoparasiten handelt. Diese leben somit im Körper des Tiers. Die vorsorgliche Entwurmung muss sich auf den Bereich auswirken, in dem die entsprechenden Würmer vorkommen würden, was meist der Darm ist.


Die für eine Wurmkur zur Verfügung stehenden chemischen Präparate sind nicht ohne, weshalb sie oft vom Tierarzt verschreiben werden müssen. Sie greifen die Darmflora an, was bei einer gesunden Katze für mehr Problemen als mögliche Lösungen sorgen kann.


Es gibt auch Naturprodukte, die versprechen einen Wurmbefall vorzubeugen. Diese sind in Form von Pasten, Tröpfchen, Pulvern und Leckerlis erhältlich. Du solltest dich hierbei jedoch am besten von deinem Tierarzt beraten lassen. Gerade die darin enthaltenen natürlichen Wirkstoffe, wie etwa Knoblauch, können ab bestimmten Mengen für Katzen schädlich sein.


Statt eine regelmäßige Entwurmung vorzunehmen, ganz gleich, ob ein Befall mit Würmern besteht oder nicht, raten wir somit zu Wurmtests. Am besten ist es, diese in regelmäßigen Abständen viermal im Jahr durchzuführen. So kommt eine Wurmkur nur dann zum Einsatz, wenn diese wirklich benötigt wird.


FAQs


Wie lange dauert es, bis Würmer bei Katzen weg sind?

Das kommt sowohl auf die Art des Wurms, den Schweregrad des Befalls als auch die verwendete Wurmkur an. In der Regel wirkt diese innerhalb von 24 bis 72 Stunden, muss aber gegebenenfalls mehrmals wiederholt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Wurmeier abgetötet wurden.

Können Würmer von Katzen auf Menschen übertragen werden?

Manche Würmer können tatsächlich auf den Menschen übergehen. Das ist jedoch oft nur selten der Fall und selbst dann zumeist nicht problematisch. Menschen können genau wie Katzen gegen einen Wurmbefall behandelt werden. Schwangere, kleine Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen sollten jedoch vorsichtig sein. Bei ihnen kann ein Befall wesentlich schlimmer verlaufen.

Was passiert, wenn eine Katze Würmer hat?

Je nach Wurm, setzt sich dieser im Darm, den Harnwegen, in der Lunge oder nahe des Herzen fest und legt dort seine Eier. Die Larve schlüpft, wandert gegebenenfalls in einen anderen Körperbereich des Wirtes und reift dort zum erwachsenen Wurm heran. Neue Eier oder Larven werden ausgeschieden und suchen sich einen eigenen Wirt. Je nachdem wie viele Würmer sich im Körper befinden und was sie dort anrichten, kann es zu inneren Schäden, Symptomen wie Durchfall oder einem geschwächten Immunsystem sowie Erkrankungen der Katze kommen. 

Was hilft am besten gegen Würmer bei Katzen?

Zunächst muss herausgefunden werden, welche Würmer deine Katze plagen. Das geht zum Beispiel mit Hilfe eines Wurmtests. Erst dann kann die richtige Behandlung eingeleitet werden. Es ist wichtig, hierfür einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser kann deiner Katze das am besten geeignete Medikament verschreiben und dich beraten, wie und wie oft dieses anzuwenden ist. Werden nicht alle Wurmeier abgetötet, wird deine Katze auch weiterhin an Würmern leiden.

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