Ein weißer Axolotl mit rosa bis lila KiemenĂ€sten sitzt auf dem steinigen und bepflanzten Boden eines Aquariums

Axolotl als Haustier: Haltung und Pflege im Aquarium

Wir haben den Axolotl zwar unter den Reptilien aufgelistet, doch hierbei handelt es sich natürlich um eine Amphibie. Genauer gesagt ist er ein mexikanischer Schwanzlurch, der in der Natur vom Aussterben bedroht ist. Als Haustier ist der Axolotl ein wahrer Exot, der so einige Besonderheiten aufweist.

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Alles, was du über diese faszinierenden Tiere sowie die Axolotl Haltung wissen musst, verraten wir dir nun. So kannst du gut informiert entscheiden, ob es sich hierbei um das für dich richtige Haustier handelt.

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Der Axolotl: Ein heiliges Tier der Azteken

Nach Europa kam der Axolotl 1804. Alexander von Humboldt brachte diese Kuriosität aus Mexiko mit. Der natürliche Lebensraum der Axolotl befindet sich nämlich in den Seen und Gewässern rund um Mexiko Stadt. Der Axolotl stammt somit mitunter aus dem Chalco See und dem Xochimilco-Gebiet.

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Der außergewöhnliche Name geht auf die Mythologie der Azteken zurück. Eine Legende besagt, dass der Gott des Feuers und Blitzes namens Xolotl geopfert werden sollte. Das wollte er natürlich nicht zulassen und verwandelte sich in einen Schwanzlurch. Seinem Namen wurde das Wort "Atl" (Wasser) hinzugesetzt und so entstandt die Bezeichnung des "Wassermonsters".

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Auch heute gilt der Axolotl aus der Familie der Querzahnmolche als eine Besonderheit. Er gehört nämlich zu den wenigen Amphibien, die keine Metamorphose durchlaufen. Mit anderen Worten bleibt der Axolotl sein Leben lang eine Larve, wird aber dennoch erwachsen und geschlechtsreif.

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Des Weiteren hat er wundersame Eigenschaften. Der Axolotl kann sogar Teile seines Körpers, nämlich die Gliedmaßen, nachwachsen lassen. Das wird dir von manch anderen Tieren, wie zum Beispiel dem Gecko oder der Eidechse bereits bekannt vorkommen. Was für faszinierende Tiere!

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In ihrem natürlichen Lebensraum können Axolotl bis zu 40 Zentimeter und 20 Jahre alt werden. Diese Tiere leben ausschließlich im Wasser und sind nachtaktiv.

„Axolotl: Lebensweise, Haltung, Nachzucht“ von Joachim Wistuba (NTV Verlag)
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Aussehen des Ambystoma mexicanum

Als Haustiere werden Axolotl unter anderem aufgrund ihres Aussehens und dem Ruf als pflegeleicht gehalten. Beides kann diesem Tier jedoch zum Verhängnis werden. Nicht alle Halter achten darauf, für ein optimales Lebensumfeld zu sorgen. Zudem fallen Axolotl unter den Artenschutz und sind nicht in allen Ländern uneingeschränkt zu kaufen.

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Doch kommen wir zurück zum Aussehen dieser Tiere. Ihre kleinen Knopfaugen, das ewige Lächeln auf dem Gesicht sowie die rosane Farbe und die dunkelrosa Kiemen lassen schnell erkennen, warum Axolotl so beliebt sind. Mit der richtigen Haltung im Aquarium können sie ein Alter von 16 Jahre und mehr erreichen. Der Durchschnitt liegt bei zwischen 12 und 20 Jahren. Die Größe von 15 bis 30 Zentimeter wird bei den Tieren jedoch selten überschritten.

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Axolotl können neben dem weißlichen Rosa einige weitere Farben haben. So gibt es etwa den Wildling, der von hellgrau bis fast schwarz alle Farbvarianten aufweisen kann. Der Goldalbino hat ein gelbes Glitzern, was beim reinen Weißalbino hingegen fehlt. Der Axantisch hat eine dunklere Farbe, die wiederum deutliche Punkte enthalten kann.

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Die perfekte Axolotl Haltung

Da diese Tiere meist aufgrund ihres niedlichen Aussehens und dem Versprechen pflegeleicht zu sein gekauft werden, rückt die artgerechte Haltung oft in den Hintergrund. Dabei ist es wichtig, sich bereits vor der Anschaffung eines Axolotl hierüber Gedanken zu machen. Wenn du diese Tiere unbedingt haben möchtest, dann bist du aber bereits auf dem richtigen Weg. Im Folgenden erfährst du mehr über die angemessene Haltung.

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Wie groß sollte das Aquarium sein?

Axolotl müssen unbedingt in Aquarien gehalten werden. Anders als die meisten Amphibien bleiben diese Tiere ein Leben lang im Wasser und behalten ihre Kiemen. Positive Beiträge zu ihrem Leben kannst du dadurch leisten, dass du ihnen ein Aquarium mit ausreichend Platz besorgst.

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Axolotl können übrigens alleine, zu zweit oder zu mehreren gehalten werden. Je mehr Tiere du hast, desto größer fällt natürlich das Aquarium aus. Ein Aquarium mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern ist für ein Tier geeignet. Das entspricht beispielsweise einem 80x35x40 cm Becken. Zwei bis drei Axolotl benötigen ein Aquarium mit 160 bis 200 Liter.

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Wie soll ich das Aquarium einrichten?

Die Einrichtung des Aquariums sollte sich am natürlichen Lebensraum der Axolotl orientieren. Beim Boden solltest du darauf achten, dass dieser keine scharfen Kanten hat und Schadstoffe aus dem Wasser nicht aufnimmt. So kannst du möglichen Krankheiten vorbeugen und verhindern, dass sich deine Haustiere verletzen. Korallen- und gewöhnlicher Sand sind hierfür mitunter sehr gut geeignet.

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Pflanzen wie etwa Wasserlinsen und Hornkraut, die niedrigere Temperaturen vertragen, dürfen neben Rückzugsmöglichkeiten ebenfalls nicht fehlen. Alle zwei bis drei Tage solltest du zudem dafür sorgen, dass das Aquarium sauber bleibt.

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Bei welcher Temperatur sollten Axolotl gehalten werden?

Damit sich deine Axolotl so richtig wohl fühlen, muss im Aquarium eine angemessene Temperatur herrschen. Das bedeutet konkret, dass die Wassertemperatur von 12 bis 20 Grad wenn überhaupt nur kurz unter- oder überschritten werden darf. Daher ist es wichtig, diese regelmäßig zu überprüfen und das Aquarium nicht direkt ins Sonnenlicht zu stellen.

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Auch der pH-Wert und Härtegrat des Wassers muss regelmäßig überprüft werden. Die optimalen Werte sind hierbei zwischen 7 und 7,5 sowie 6 bis 25 dGH. All dies sicherzustellen, macht die Haltung wohl doch etwas komplizierter, als von vielen zunächst angenommen wird.

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Axelotis Futter: So gelingt die richtige Ernährung

Beim Futter gilt es mehrere Faktoren zu beachten. Handelt es sich um junge Axolotl, sollten diese täglich gefüttert werden. Ausgewachsene Tiere (ab einer Größe von 15 Zentimetern) geben sich hingegen damit zufrieden, alle drei bis vier Tage etwas zu Fressen zu bekommen.

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Axolotl verstecken sich am Grund des Gewässers und lauern kleinen Fischen, Würmern und Insekten auf. Wenn du ihnen ein Lebendfutter wie beispielsweise Mückenlarven anbieten möchtest, dann geht dies mit einer Pinzette ganz gut. Achte bei der Fütterung jedoch darauf, dass du deinen Liebling nicht versehentlich verletzt und höre auf, sobald dieser keinen Hunger mehr hat.

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Alternativ gibt es auch spezielles Axolotl-Futter, das zu Boden sinkt und von den Tieren dort gefunden wird. Auch hierbei ist auf die Menge zu achten. Sollte vom Futter noch etwas übrig sein, dann solltest du dieses am besten entfernen, damit das Aquarium nicht verdreckt.

FAQs

Sind Axolotl pflegeleicht?

An sich sind Axolotl recht pflegeleichte Tiere. Für die richtige Temperatur im Aquarium sowie die idealen Wasserwerte zu sorgen, bedarf jedoch Aufmerksamkeit und Kenntnisse. Wie im Steckbrief erwähnt, dürfen Axolotl nicht überall frei gezüchtet und verkauft werden. Der Bestand der Tiere gilt in der Natur nämlich als gefährdet.

Was braucht man alles für ein Axolotl?

Neben einem Aquarium, der entsprechenden Einrichtung mit Pflanzen, Boden und Rückzugsorten, werden zudem Hilfsmittel zur Messung der Wasserwerte sowie eine artgerechte Nahrung benötigt.

Wie hält man ein Axolotl?

Als Haustiere leben Axolotl im Aquarium, das eine ausreichende Größe und die richtige Wassertemperatur haben muss. Gefüttert werden sie mit spezieller Nahrung oder Lebendfutter wie zum Beispiel Mückenlarven. Sie sind in der Regel nicht rund um die Uhr, sondern nachtaktiv.

Wie groß kann ein Axolotl werden?

Im Aquarium erreichen Axolotl maximal 30 Zentimeter. In der Natur wurden auch schon größere Exemplare gesichtet.

Wie viel kostet ein Axolotl?

Je nach Farbe und Alter fallen die Anschaffungskosten des Axolotl unterschiedlich hoch aus. In der Regel musst du mit um die 20 Euro rechnen. Hinzukommt noch das Aquarium, dessen Einrichtung und das Axolotlfutter. Auch Teststreifen für die Wasserqualität solltest du dir besorgen. Alles in allem kostet die Anschaffung ab 300 Euro. Pro Monat musst du dann mit zirka 15 Euro rechnen.

Wie alt kann ein Axolotl werden?

Manche dieser Amphibien können bis zu 20 Jahre alt werden, andere nur 12 Jahre. Je besser die Haltung, desto höher fällt die Lebenserwartung deines Haustiers aus.

Kann man ein Axolotl auf die Hand nehmen?

Können ja, du solltest es aber besser nicht tun. Axolotl müssen im Wasser sein, um atmen zu können. Sie aus dem Becken zu holen, ist somit nicht empfehlenswert. Auch sonst gilt es ein Anfassen besser zu vermeiden, damit sie nicht unnötig Stress erleiden und Krankheiten vermieden werden können.

Was kann man mit Axolotl halten?

Süßwasserfische, andere Amphibien und manche Reptilien können mit Axolotl in einem Becken leben. Wichtig ist hierbei, dass es sich um friedliche Mitbewohner handelt, die andere Tiere nicht angreifen. Zwar wachsen die Gliedmaßen wieder nach, doch bereitet dies den Tieren Schmerzen und Stress. Zudem werden entsprechend größere Aquarien benötigt, sodass sich alle Haustiere darin wohlfühlen.

Sind Axolotl Fische?

Nein, beim Axolotl handelt es sich nicht um einen Fisch, sondern eine Amphibie. Im Gegensatz zu dessen Artgenossen bleibt die Metamorphose des Axolotls aus, wodurch er für immer im Larvenstadium verweilt und nie an Land geht.

Kann ein Axolotl auch an Land leben?

Nein, der Axolotl stammt aus Mexiko und bleibt ein Leben lang im See oder dem jeweiligen Gewässer. An Land geht er zu keiner Zeit. Wenn du dir die Tiere genauer ansiehst, erkennst du deutlich die Kiemen, die zur Atmung unter Wasser benötigt werden.

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Ein Atmungsapparat, den zum Beispiel Menschen und andere Lebewesen haben, die an Land wohnen, besitzt der Axolotl nicht. Er würde außerhalb des Wassers schlichtweg ersticken.

Was ist das Besondere an Axolotls?

Diese Querzahnmolche sind äußerst interessant. Und das nicht nur aufgrund ihres niedlichen Aussehens. Axolotl werden nicht erwachsen, zumindest nicht so wie andere Amphibien. Deshalb bleiben sie auch im Wasser und gehen nicht irgendwann an Land, wie es zum Beispiel Frösche tun. Zudem können ihre Gliedmaßen nachwachsen, wie es auch bei manchen Echsen der Fall ist.